Die Personen:

Natürlich kann ich hier nur eine sehr kleine Anzahl von beteiligten Personen (siehe Eckdaten) stellvertretend für alle nennen:

 

Vater der Luftbrücke
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Lucius Dubignon Clay
23.04.1897     16.04.1978

  seit 1945 Stellvertreter von D. Eisenhower,
US-Generalstabschef in Deutschland,
47 - 49 Militärgouverneur in der amerikanischen Besatzungszone,
61/62 persönl. Beauftragter von J.F. Kennedy

Die damalige Rolle von L.D. Clay wird meiner Meinung nach als zu gering  eingeschätzt:
Er erkannte als Erster, welch immense strategische Bedeutung Berlin hat und wie hoch der Symbolwert der Stadt anzusetzen sei.
Während die Alliierten noch intern und auch untereinander über die Zukunft Berlins diskutierten, wahrscheinlich existierte sogar eine Mehrheit, die Berlin aufgeben wollte, um keinen weiteren Krieg zu riskieren, gab er ohne Rücksprache mit seinem Präsidenten H. Truman den Befehl, die Luftbrücke zu starten.
Von da an wäre ein Rückzug der Alliierten nur noch mit allergrößtem Imageverlust möglich gewesen und Clay erhielt die uneingeschränkte Rückendeckung des zum Glück nicht vergrämten Präsidenten.
Auch während der Blockade mußte er in Amerika mehrmals um weitere Flugzeuge "betteln": Einmal z.B. lehnte der Militärrat seine Bitte ab, Clay aber wurde zu Truman zitiert, der dann meinte:
"Er solle doch nicht so finster dreinschauen. Er würde seine Flugzeuge schon bekommen".

Sein 1950 erschienenes Buch "Entscheidung in Berlin" gehört zu den interessantesten über Nachkriegsdeutschland.

     
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Ernst Reuter
29.07.1889      29.09.1953
  seit 1912 in der SPD, zwischenzeitlicher Wechsel zur KPD,
26 - 31 Stadtrat und Verkehrsdezernent in Berlin,
31 - 33 Oberbürgermeister von Magdeburg,
nach 1933 politisch verfolgt und 35 emigriert,
39 - 45 Prof. in Ankara,
46 wieder Stadtrat in Berlin,
47 zum Oberbürgermeister gewählt, Amtsantritt aber wegen des sowjetischen Vetos 1948 nach der Spaltung der Stadt,
50 - 53 Regierender Bürgermeister von Westberlin

Seine großen Stärken waren seine Ausgeglichenheit, Objektivität und sein diplomatisches Geschick.
So sah er in seinen Reden die Sowjetunion bzw. das sowjetisch besetzte Gebiet nicht als Feind, stellte aber auch klar, daß jeder Berliner seine Freiheit bis zum letzten Atemzug verteidigen werde.
Auch gegenüber den Amerikanern stellte er seine Loyalität nicht in Frage, machte aber trotzdem einige kritische Anmerkungen, wurde also nicht zum einfachen Spielball der Alliierten. Das hatte zur Folge, daß die Westberliner, durch ihren Bürgermeister inspiriert, immer auch eine gewisse Selbstachtung behielten und daher nie ernsthaft an Aufgabe dachten.

     
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Jack O. Bennett
1914
  Studium de Physik, Chemie, Medizin und des Maschinenbaues,
Entwicklungsingenieur und Testpilot bei UAirlines und der USAF,
Europa-Direktor der AOA,
erster Luftbrückenpilot (1000 Flüge),
Chefpilot von Pan Am Europa,
Beratungsingenieur mehrerer Flugzeughersteller

Seine Spontanität, sein Enthusiasmus und seine Kreativität  sollen stellvertretend für die Piloten der Luftbrücke stehen:
Als der Befehl zur Luftbrücke kam, war er gerade in Frankfurt und ohne über Sinn oder Unsinn des Versuches, Berlin aus der Luft zu versorgen, nachzudenken, ließ er alle Sitze aus seiner DC-4 entfernen, belud sie und machte sich als erster Pilot der Luftbrücke auf den Weg nach Berlin.
Er lebt heute in Berlin, hat ca. 100 Patente in der Tasche und ist Träger des Bundesverdienstkreuzes Erster Klasse.

Ein absolutes Muß ist sein Buch "40.000 Stunden am Himmel"!

     

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Gail S. Halvorsen
  Er sei weiter bloß stellvertretend für alle Piloten des Airlifts genannt. Besonders bekannt wurde er dadurch, daß er in seiner Freizeit zusammen mit seiner Frau kleine Fallschirme mit Süßigkeiten bestückte, die er dann im Landeanflug über Berlin abwarf.
Er zeigte damit der Berliner Bevölkerung, daß es sich bei der Luftbrücke nicht bloß um einen ungeliebten militärischen Auftrag handle, sondern daß man sich mit der Aufgabe identifiziere.
Es entstand der Name des "Candy Bombers".

Er war der erste an der Luftbrücke beteiligte Pilot, der ein Buch herausbrachte: "The Berlin Candy Bomber".

 



 

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"Sie gaben ihr Leben für die Freiheit Berlins im Dienste der Luftbrücke 1948/49"

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1st Lt. R.M. Wurgel;  1st Lt. W.F. Hargis;  T/Sgt. L.C. Wells;  Capt. B.E. Phelps;  N/O. J.R.L. Sharpe;   Eng. O.H. Paterson;  Capt. P.C. Golding;  1st O. H.T. Newman;   Rad/O. D.J. Edwards;  Capt. R.M. W. Heath;  F/O. K.A. Reeves;  F/O. I.R. Donaldson;  F/Eng. J. Anderson;  Ad/O. E.G. Wood;   Nav/O. E.L. Carroll;  Capt. W.R.O. Lewis;  Mas. Sig. A. Penny;  Eng. II D.W. Watson;   Capt. W.R. Howard;  Capt. W.A. Rathgeber;  Sgt. B.J. Watkins;   Captl. N.H. Theis;  1st Lt. R.H. Boyd;  Nav. II L.E.H. Gilbert;  Sig. II S.M.L. Towersey;  Pi.I F.I. Trezona;  F/Lt. J.G. Wilkins;   Sig. III B.A. Louch;  Sg. T.C. Dowling;  Nav/O. A.J. Burton;  F/Eng. K.A. Seaborn;  Capt. W. Cusack;  C. Taycor; Rad/O. D.W. Robertson;  N/O. M.E. Casey;  Captain G. Utting;  Eng. T. Supernatt;  Eng. D.J. Griffin;   Eng. E. O´Neal;  Sig. II J.D. Grout;  Capt. R.J. Freight;  Sgt. J. Toal;  F/Lt. M.J. Quinn;  K. Zulsdorf;  H. Schwarz;  K. Schlinsog;   H. Fiedler;  W. Duhring;  F/Lt. G. Kell;  Eng. II R.R. Gibbs;   Sig. II A. Dunsire;  Nav. II W.G. Page;  Ad/3 H.R. Crites Jr.;  1st Lt. L.A. Wheaton Jr.;  1st Lt. R.P. Weaver;  1st Lt. C.B. Ladd;  1st Lt. E.S. Erickson;  M.C. D.F. C.;  1st Lt. L.V. Williams;  1st Lt. C.H. King;  1st Lt. W.T. Lucas;   1st Lt. G.B. Smith;  1st Lt. R.W. Stuber;  1st Lt. R.C. von Luehrte;  Capt. J.M. dew Valentine;  Capt. G.S. Burns;  Capt. J.A. Vaughn;  Maj. E.C. Diltz;  T/Sgt. C.L. Putnam;  1st Lt. R.C. Stephens;  Pfc. R.E. Stone;  Sgt. R. Winter;  Civ. C.V. Hagen;   Pfc. Lt. Orms;  2nd Lt. D.J. Leemon;  T/Sgt. H.F. Heinig;   Sold. R.C. Marks;  F/Lt. H.W. Thompson

 

  Inschrift des Luftbrückendenkmales
 

AnNoten.gif (2531 Byte) playing   "In the Mood"

 

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